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Im Porträt: Gabriele Krella

Es kommt nicht häufig vor, dass Bewohner nach ihrem Aufenthalt in einem Pflegeheim wieder in das eigene Heim zurückkehren können. Gabriele Krella ist dies mit viel persönlichem Einsatz und durch die Unterstützung des Pflegeteams der Einrichtung kürzlich gelungen.

Sich nicht dem Schicksal überlassen, sondern sein Leben aktiv gestalten

Gerade an der Motivation ließ es Gabriele Krella zu keinem Zeitpunkt mangeln, wie eine Betreuerin der Volkssolidarität Schlossresidenz Glaubitz bestätigt. Bereits am ersten Tag ihres Einzugs kündigte sie an, alles dafür tun zu wollen, um so bald wie möglich wieder in ihrer vertrauten Umgebung leben zu können. Und Gabriele Krella hielt sich an dieses Versprechen, das sie sich zuallererst selbst gab. Am 07.07.2026 durften die Mitarbeiter unseres Glaubitzer Pflegeheims die willensstarke Frau mit Blumen, einer Glückwunschkarte und viel Herzlichkeit wieder nachhause verabschieden.

Gabriele Krella wieder in ihrem Zuhause in Canitz
Zurück in Canitz: Gabriele Krella befindet sich wieder im Kreis ihrer Familie

Dass sich die 1946 geborene Gabriele Krella nicht ihrem vermeintlichen Schicksal überließ, sondern ihr Leben und das anderer Menschen aktiv gestaltet, zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Biografie. Die studierte Ökonomin leitete im ehemaligen Kreis Riesa zunächst die Kosumgaststätten, später fungierte sie als Betriebsgewerkschaftsleitung. Im Mai 2004 trat Gabriele Krella dem Volkssolidarität Riesa-Großenhain e. V. bei und gründete im Riesaer Ortsteil Canitz eine Mitgliedergruppe. Dort organisierte sie als Vorsitzende Beschäftigungs- und Freizeitangebote für alle, die aktiv bleiben wollen oder Gemeinschaft suchen. Im Verein arbeitete sie im Vorstand mit und konnte besonders in der Mitgliederarbeit immer wieder neue Impulse setzen.

Umsichtige Pflege und Betreuung, viel Einsatz, Zusammenarbeit aller Beteiligten

Aufgrund einer akuten Verschlechterung ihres gesundheitlichen Zustands war Gabriele Krella seit dem Frühjahr 2026 auf die professionelle Pflege in einer stationären Einrichtung angewiesen. Im März bezog Sie mit dem festen Ziel, so bald wie möglich wieder nach Canitz zurückzukehren, ein Zimmer in der Volkssolidarität Schlossresidenz Glaubitz. Mit ihrer beispiellosen Entschlossenheit beeindruckte sie die Pflege- und Betreuungskräfte sowie die anderen Bewohner gleichermaßen.

Eine moderne Pflege richtet sich nach dem Grundsatz des Erhalts und der Förderung der Selbstständigkeit. Dafür arbeiten in den Pflegeheimen des Volkssolidarität Riesa-Großenhain e. V. die Pflege- und Betreuungskräfte eng mit Ärzten, Therapeuten und den Angehörigen zusammen. Verschiedene Maßnahmen (u.a. aktivierende Pflege, Mobilisation, Ergo- oder Logotherapie, Medikamentenmanagement) können dann ineinandergreifen und den körperlichen Zustand, die geistige Verfassung und die Lebensqualität eines Bewohners langfristig stabilisieren oder auch verbessern.

Wir wünschen Gabriele Krella alles Gute!

Der individuelle Erfolg eines so ambitionierten Pflegekonzepts hängt letztlich aber vor allem vom Betroffenen selbst ab. Viel Willensstärke und Durchhaltevermögen sind vonnöten, um sich in einem langsamen Prozess verlorene Fähigkeiten wieder mühsam anzueignen. Gabriele Krella ist dies in einer erstaunlich kurzen Zeit gelungen. Im Miteinander und Füreinander ihres persönlichen Umfelds sowie der ambulanten Pflege der Volkssolidarität kann Sie nun hoffentlich noch eine sehr lange Zeit ihren Lebensabend in den eigenen vier Wänden genießen. Wir wünschen es ihr von Herzen!