Im Oktober feierte die Volkssolidarität Schlossresidenz Glaubitz erstmals Erntedank-Wochen. Drei Wochen lang standen abwechslungsreiche Betreuungs- und Freizeitangebote rund um Herbst, Ernte und Kürbisse auf dem Programm.
Kreatives Gestalten für eine herbstliche Atmosphäre
Zum Auftakt gestalteten die Bewohner farbenfrohe Kürbisse mit lustigen und fantasievollen Gesichtern. Anschließend wurden die Kunstwerke mit frischen Zweigen, Herbstlaub und Hagebutten dekoriert. Während die Männer eher ruhig und konzentriert gestalteten, kamen die Frauen beim kreativen Arbeiten stärker miteinander ins Gespräch. Bei ihnen wurden viele Erinnerungen an Herbstspaziergänge ausgetauscht. Die fertigen Kürbiss-Kunstwerke wurden dann durch das Betreuungsteam in der gesamten Schlossresidenz Glaubitz verteilt, wo sie den Eingangsbereich, die Gemeinschaftsräume und Balkone schmücken.
Erntedank und den Herbst mit allen Sinnen erleben
In der zweiten Woche rückten Erntedank-Traditionen, Geschichten und spielerische Angebote in den Mittelpunkt. Mit Pantomime, Rätseln und dem Gestalten eines Erntedankkorbes konnten die Bewohner das Thema auf unterschiedliche Weise erleben. Die Angebote fanden sowohl in Gruppen als auch in der Einzelbetreuung statt. So wurden auch bettlägerige Bewohner einbezogen und erhielten die Möglichkeit, an den Erntedank-Wochen teilzuhaben.
Die Kürbis-Woche als krönender Abschluss
Die dritte Woche bildete den Höhepunkt der Erntedankzeit in der Schlossresidenz Glaubitz. Gemeinsam mit den Bewohnern bereitete das Betreuungsteam eine Kürbisausstellung für den Mehrzweckraum vor. Am 22. Oktober wurde die Ausstellung im Rahmen des Kürbisfestes eröffnet. Das Fest verband Wissenswertes, Unterhaltung und gemeinsames Erleben. Neben verschiedenen Informationsständen (über Kürbissorten, -rekorde und -rezepte) sorgten Mitmachaktionen wie der Kürbisweitwurf mit kleinen Kunststoffkürbissen für viel Abwechslung.
Den (kulinarischen) Höhepunkt bildete die selbst zubereitete Kürbissuppe. Der dafür verwendete afghanische Kürbis wurde eigens im Hochbeet der Schlossresidenz Glaubitz angebaut und anschließend gemeinsam von den Bewohnern verarbeitet. Seine besondere Süße macht ihn zur idealen Grundlage für eine außergewöhnliche Kürbissuppe, die zum Abendessen serviert wurde. – Auch an die Zukunft wurde gedacht: Es wurden Kürbissamen gesammelt, damit im kommenden Jahr erneut afghanische Kürbisse wachsen können.
Erntedank-Geschichten und Erinnerungen
Ein weiterer Schwerpunkt des Kürbisfestes waren Erntedank-Geschichten. Zur Vorbereitung nutzte das Betreuungsteam diesmal auch KI-gestützte Werkzeuge, um thematisch passende Erzählungen zu entwickeln. Dazu gehörten unter anderem die Geschichte von den zwei Erntedankkörben und die Geschichte vom kleinen Kürbis Kurt.
Die Geschichten wurden vorgelesen und mithilfe passender Requisiten nachgespielt. Gleichzeitig dienten sie der Erinnerungsarbeit: Beim Betrachten und Erkennen von Möhren, Paprika oder Kartoffeln konnten die Bewohner an frühere Erfahrungen anknüpfen und eigene Erinnerungen teilen.
Durch das Befühlen der unterschiedlichen Kürbisse oder dem Schätzen ihres Gewichts wurden unterschiedliche Sinne angesprochen. Zugleich boten die Stationen zahlreiche Gesprächsanlässe und ermöglichten es den Bewohnern, sich nach ihren Interessen und Fähigkeiten einzubringen.
Menschen zusammenbringen und aktivieren
Bei den Erntedank-Wochen in der Schlossresidenz Glaubitz stand nicht allein das fertige Ergebnis im Mittelpunkt, sondern vor allem der Weg dorthin sowie die miteinander verbachte Zeit. Durch die Verbindung von Gruppenangeboten und individueller Einzelbetreuung konnten unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigt und auch Bewohner einbezogen werden, die ihr Zimmer für gemeinsame Aktivitäten nicht verlassen können.
